Portrait

Musiker

Der Posaunist Henning Wiegräbe leitet als Professor die Posaunenklasse an der Musikhochschule Stuttgart. Er studierte in Hamburg, Karlsruhe und Trossingen bei E. Wetz, W. Schrietter und C. Toet. Wichtige Impulse erhielt er u.a. von B. Slokar (Schweiz), C. Lindberg (Schweden) und B. Dickey (USA/Italien).

Schon während seiner Zeit als Soloposaunist bei der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz widmete er sich immer mehr der Alten Musik. Seitdem konzertiert er mit Ensembles wie Concerto Palatino, Les Cornets Noirs, Cantus Cölln, Concerto Köln, Musica Fiata Köln, Orchestre des Champs-Elysées, Collegium vocale Gent, Amsterdam Barock Orchester, Freiburger Barock Orchester, den Taverner Players und dem Balthasar-Neumann-Ensemble und Dirigenten wie K. Junghänel, P. Herreweghe, A. Parrrott, T. Koopman P. Hereas-Casado und T. Hengelbrock.

In Stuttgart gründete er das Capricornus Ensemble Stuttgart.

Neben seiner Arbeit als Solist mit Orchestern wie dem Bundesjugendorchester, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, den Dortmunder Philharmonikern, dem Kurpfälzischen Kammerorchester oder dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn ist er begeisterter Kammermusiker.

Partner sind u.a. das Mandelring Quartett, das Vogler Quartett, das Verdi Quartett, das Peter Lehel Quartett, Daniel Schnyder, Martin Spangenberg, Wolfgang Bauer, Christian Lampert, Radovan Vlatkovic, City Brass Stuttgart und Bach, Blech & Blues.

Ein besonderes Anliegen von Henning Wiegräbe ist die Erforschung und Erweiterung des Repertoires für Posaune. Das reicht vom Aufstöbern und der Aufführung noch unbekannter Werke der Renaissance und des Barock bis zur Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten und musikalischen Grenzgängern wie Peter Lehel und Daniel Schnyder.

Lehrer

An den Musikhochschulen von Saarbrücken und Basel betreute er die dortigen Posaunenklassen, bevor er dem Ruf an die Musikhochschule Stuttgart folgte, wo er seit 2006 lehrt. Meisterklassen gibt er weltweit, von Paris und Moskau bis nach Südafrika und China.

Seine Schüler und Studenten sind regelmäßig Bundespreisträger von Jugend musiziert, spielen bei wichtigen Jugend- und Festivalorchestern wie dem Bundesjugendorchester, der Jungen Deutschen Philharmonie, dem Schleswig Holstein Festival Orchester, dem Baltic Youth Orchestra, dem Verbier-Festival-Orchester, sind Praktikanten, Akademisten und ständige Aushilfen in deutschen Orchestern von München bis Hamburg.

Sie haben feste Engagements in diversen Orchestern, so im Sinfonieorchester und dem Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks, bei den Berliner Philharmonikern, den Bielefelder Philharmonikern, den Essener Philharmonikern, an den Staatstheatern Darmstadt und Wiesbaden, am Landestheater Detmold, dem Philharmonischen Orchester Würzburg, der Oper Göteborg, dem Sinfonieorchester Norrköping, beim China National Symphony Orchestra Bejing, der Chinesischen Nationaloper Bejing, im Shanghai Symphony Orchestra, dem Symphony Orchestra Taipeh und den Stuttgarter Philharmonikern. Seine ehemaligen Studenten unterrichten an den Musikhochschulen von Leipzig, Peking und Shanghai.